Dachterrassen und Balkone können als Wohnfläche gelten

Vermieter dürfen bei älteren Mietverträgen nach freiem Ermessen bis zur Hälfte der Flächen zur Wohnung rechnen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) für Mietverträge entschieden, die vor 2004 geschlossen wurden (Az. VIII ZR 86/08). Eine Anrechnung der Terrassenfläche zu einem geringeren Anteil ist möglich, wenn die Mietparteien dies vereinbart haben oder es vor Ort so üblich ist.
Für Mietverträge, die ab 2004 geschlossen wurden, sieht die Rechtslage anders aus. Für diese Verträge gilt die Wohnflächenverordnung, wonach Vermieter Balkon- und ­Terrassenflächen in der Regel nur zu einem Viertel auf die Miete anrechnen dürfen. Nur wenn es sich zum Beispiel um einen Balkon mit besonders guter Lage handelt, kann mehr als Wohnfläche angerechnet werden, höchstens die Hälfte der Balkonfläche.